Verfasst von: Dominik | April 27, 2010

Sechs Zähne, Action und der erste Sprachkurs

Es ist mal wieder viel passiert… Emma ist heute neun Monate alt, zu ihrem „Geburtstag“ gab es zwei neue Zähne. Insgesamt sind wir jetzt bei sechs Zähnen angelangt und wir haben nicht wirklich das Gefühl, dass das Zahnen von Zahn zu Zahn  besser wird, eher im Gegenteil, sie leidet immer noch und Zahnungspausen gibt es kaum. Vielleicht möchte sie zu ihrem ersten Geburtstag ein vollständiges Gebiss haben, damit sie lecker Kuchen essen kann – wir wissen es nicht und sind gespannt wann die nächsten Beißerchen kommen.

Eins haben wir in den letzten Wochen gelernt: Unsere Wohnung ist nicht kindersicher oder eher gesagt Emma-sicher. Wir waren eigentlich davon überzeugt, alles abgesichert zu haben, aber da hat uns unser Sonnenschein einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nichts ist sicher. Nichts hat geholfen. Emma kommt mittlerweile an das zweite Fach im Regal. Einfach hochziehen und schwupps liegen alle Bücher unten und das Kind ist zufrieden. Auch das Krabbeln beherrscht sie in Turbogeschwindigkeit. Mal eben ins Bad und schön die Toilettenbürste auseinandernehmen. Lecker. Mama hat Emma dann auch gleich mal abgeduscht, sie war allerdings sehr böse, da sie die Bürste wieder abgeben musste. Vielleicht sollten wir Ihr eine unbenutzt Toilettenbürste ins Bad stellen, wobei die wahrscheinlich nur halb so interessant wäre!

Das sonnige Wochenende haben wir  in Werne verbracht, ein bisschen Heimaturlaub für Mama. Emma war schwer begeistert, schließlich haben Oma und Opa ihr einen Mini-Swimmingpool und ein Bobby Car gekauft. Alles für Emma, das hat sie dann auch gleich klar gestellt: Alles meins!!! Plantschen im Pool fand sie so super, dass sie sich beim herausholen heftig  dagegen gewehrt hat, herausgeholt zu werden. Emma wollte sitzen bleiben, mit ihrer Gießkanne und dem neuen Sonnenhut, auch von Oma, im Pool. Naja, nach fast einer Stunde haben wir uns dann entschieden, den Badespaß zu beenden, zum Leid von unserer Tochter. Doch der neue rote Flitzer konnte wenig später die Tränen trocknen…

Auch neu im Repertoire von Emma:  Mittagsschlaf. Den hat sie sich bei ihrer Tagesmama Birte abgeschaut. Emma geht jetzt schon fast zwei Monate zu Birte und ist total entspannt. Wir dachten ja, dass ihr die erste Abnabelung etwas zu schaffen macht, aber Emma findet ihre Tagesmama einfach nur klasse. Und weil da alles so schön ist, kann man auch ganz zufrieden Mittagsschlaf machen. Bei Birte auch mal drei Stunden, Zuhause ein bisschen weniger.

Das größte Highlight ist allerdings, dass Emma mittlerweile sprechen kann. „Mama“ geht immer. Vor allem, wenn sie müde oder quengelig ist. „Papa“ hingegen funktioniert schon zweisprachig. Zum Klassiker „Baba“ (also Papa) gesellt sich auch gerne mal ein „Daddy“. Klingt zwar eher nach einem Brasilianer, der in Dortmund Fußball spielt („Dede“), stolz ist der Daddy dennoch. Ein Newsletter, den sowohl die Dame des Hauses als auch das Ernährerchen bekommen, schreiben unwissende Baby-Redakteure zwar, dass Mama und Papa im Alter von neun Monaten eher aneinander gereihte Laute denn echte Worte sind. Aber: die Herrschaften kennen Emma nicht. Ätsch…

Verfasst von: Dominik | Februar 11, 2010

ZZZääähhhnnneeeee!

Endlich! Wir haben es geschafft. Wobei. Emma hat es geschafft. Emma hat Zähne. Zwei klitzekleine Zähne. Jipppiiie. Wir sind schwer begeistert. Mit höchster Wahrscheinlichkeit haben sie sich beim Mittagsschlaf durchgebohrt. Klingt fies, wissen wir. Aber so ist das nunmal.

Der erste Zahn war am 8. Februar zu fühlen, der zweite einen Tag später. Wir finden: Es wurde auch mal langsam mal Zeit. Schließlich waren die letzten Nächte so ziemlich schlafunfreundlich. Emma hat Mama ganz schön auf Trab gehalten. Sie musste etwa jede halbe Stunde ihrem Schmerz freien Lauf lassen. Man bzw. Mama wurde geweckt  (Papa hört ja eh nix) und musste trösten – hat sie natürlich gerne gemacht.

Irgendwann sind dann beide vor Erschöpfung Arm in Arm eingeschlafen, aber jetzt ist alles gut! Zeigen möchte Emma ihre Zähne allerdings noch nicht so gerne. Warum auch? Schließlich hat sie hart für ihre Mini-Beisserchen gekämpft. Und jetzt genießt sie erstmal die Dreisamkeit. Emma und ihre zwei Zähne!

Verfasst von: Dominik | Januar 27, 2010

Rückwärts robben – ohne Jungs

Wenn ich nicht der faulste Blogger unter der Sonne wäre, würdet Ihr wahrscheinlich deutlich besser über Emma’s Entwicklung informiert sein. Zuletzt habe ich Emmas Mama zum schreiben genötigt. Ich weiß, ich weiß. Aber sie hat’s doch gern gemacht. Auf jeden Fall ist es Zeit, ein umfassendes Update aus dem Leben unserer Tochter zu publizieren. Blöd nur, wenn man gar nicht weiß, wo man eigentlich anfangen soll.

 Das Leben mit Kind erinnert mich unweigerlich an ein Zitat aus dem Film „Ferris macht blau“: „Das Leben geht ziemlich schnell vorbei. Wenn man nicht ab und zu anhält und sich umsieht, könnte man es verpassen!“

Wir schreiben den 27. Januar. Emma hat Geburtstag. Zumindest so halb. Seit genau einem halben Jahr ist sie bei uns. Und glaubt uns, die Zeit fliegt. Hab ich das schonmal erwähnt? Ich glaube, ich kann’s gar nicht oft genug sagen. Ich weiß, dass das schrecklich unkreativ und unspektakulär ist. Aber hey: so ist es nun mal.

Emma hat ihr erstes Weihnachten, ihr erstes Silvester und ihren ersten Urlaub hinter sich. Sie fand alles super. Action geht immer. Und wenn neben Action noch bunte Lichter und knisterndes Geschenkpapier mit von der Partie sind – willkommen in Emmas Welt. Besser geht’s quasi nicht. Und weil’S in Emmas Welt immer rosarot ist, hat sie auch ihren ersten gesundheitlichen Rückschlag gut verkraftet. Zweimal brechen, dreimal Dünnschiss Flitzekacke – der Magen-Darm-Infekt war schneller weg als er da war. Zumindest bei ihr.

Nach der Rückkehr aus Holland gab’s nämlich den Klassiker: den Domino-Effekt. Erst hat Emmas Mama gelitten – und mit einer Woche Zeitverzögerung hat’s mich auch niedergestreckt. Pünktlich zu meinem Geburtstag. Happy Birthday. Für mehr klebrige Details: schickt mir Post. Ich antworte gerne ausführlich. Weil Emma aber nicht nur ihren Eltern gegenüber in Gönnerlaune war, hat sie auch gleich ihren Freundeskreis eingeweiht. Munteres K(otzen) und K(acken) inklusive. Danke, Emma. Wir lieben dich trotzdem. Ehrlich!!!

Aber nicht nur rund um Emma hat sich was getan. Emma wächst, wächst, wächst – und macht Sachen, für die wir eigentlich noch gar nicht bereit sind. Immerhin: Jungs sind noch kein Thema. Aber selbst wenn: Im Hagebaumarkt gibt’s günstig Stacheldraht. Die Planungen für den Sicherheitszaun laufen. Ich schweife ab. Sorry. Kleiner Nachtrag: Ihren ersten Urlaub fand Emma super. Holland mit Sonne, Schnee und Strand. Alles natürlich gut verpackt. So kurz nach Weihnachten…

Zurück zu den Fortschritten. Aktuell im Action-Repertoire unserer Tochter: drehen und rückwärts robben. Garniert werden die Drehungen und Krabbelversuche mit quietschendem Lachen. Oder leisen Seufzern/Meckereien. Für Emmas Mama und mich bedeutet das: spätens jetzt MÜSSEN wir die Wohnung komplett mit Kindersicherungen versehen. Schranktüren müssen verriegelt, Regale verschraubt und Steckdosen abgedeckt werden. Am besten gestern.

Seit zwei Wochen sind wir aktive Babyschwimmer. Zusammen mit gefühlten 20 000 anderen Eltern teilen wir uns ein  Lehrschwimmbecken in einer Bochumer Grundschule. Vor der ersten Schwimm-Session hatten wir ein wenig Sorge, dass Emma die überdimensionierte Badewanne (37 Grad) blöd finden könnte. Warum machen wir uns eigentlich Gedanken, dass irgendwas, was Action beinhaltet, blöd sein könnte? Eben. Haben wir uns im Nachhinein auch gefragt. Emma findet’s super. Unter uns: wir auch. Und anstrengend.

Emma surft auf kleinen Schwimmbrettern und chillt auf großen Wassermatten. Grinsend versteht sich. Nur getaucht ist sie noch nicht. Warum? Papa ist eine Schissbuxe. Dafür kann er jetzt den Uhrensong. Und der wiederum ist mit Action verknüpft – entsprechend fällt Emmas Fazit aus. Positiver Nebeneffekt der Schwimm-Action: Emma ist danach komplett geplättet. Und schläft. Und schläft. Und schläft. Herrlich. Wie entspannt Sonntage auf einmal sind.

Und weil Emma, die mittlerweile eine stattliche Kurzhaarfrisur trägt, immer erwachsener wird, ist auch die erste Abnabelung nicht mehr all zu weit entfernt. Stichwort: Tagesmutter. Ende Februar beginnt die Eingewöhnungsphase. Irgendwann muss Emmas Mama ja auch mal wieder zur Uni. Das Urlaubssemester ist vorbei – und ihre Angst vor dem nächsten Schritt riesig. Aber ich weiß: wenn’s jemand schafft Uni und Super-Mama-Dasein zu verknüpfen, dann sie!!! Es wird für uns alle eine neue, vielleicht nicht immer einfache Erfahrung. Aber wenigstens hat sie mit Jungs noch nichts am Hut…

Verfasst von: Dominik | Dezember 17, 2009

Mama erzählt Neuigkeiten!

Emma ist jetzt fast 5 Monate auf dieser Welt und hat mal wieder, wer hätte das gedacht, eine Menge gelernt. An erster Stelle steht Quasseln und quasseln kann sie super.Morgens, Mittags, Abends und auch Nachts. Es gibt Zeiten, da quasselt sich unsere Tochter in den Schlaf. Am schönsten findet sie es aber, sich mit Bäumen zu unterhalten, die kann man schließlich wunderbar beobachten wenn man im Kinderwagen liegt und keine Lust auf  schlafen hat. Blöd ist nur, dass die Bäume mittlerweile keine Blätter mehr haben und da nix mehr weht. Schade, Emma!

Auch Nachts kann sie einem schon ganz gut erzählen, dass Sie ab und an Mal ins große Bett möchte. Schläft sich schließlich besser, wenn Mama und Papa, der merkt davon allerdings nichts (gesunder Schlaf und so), direkt neben einem liegen.Aber: Sie schläft immer noch durch. Die feine Dame öffnet nämlich nicht ihre Augen,wenn sie zu Mama wechselt. Nein, die bleiben zu!

Mama hat sich daran gewöhnt,dass sie Ihre Matraze 3 mal in der Woche teilen muss bzw. am Rand liegen darf. Sie macht es aber gerne, aber nur weil es nichts schöneres gibt, als eine glückliche Emma.

Hoch im Kurs stehen auch Emmas Füße. Emma lutscht, bevorzugt wird der Linke, an ihren Füßen. Egal ob frisch gebadet oder vollgeschwitzt. Füße gehen immer!

Mittlerweile sind wir auch schon bei Pastinaken und Früh- Karotten angekommen. Milch hat dem Kind nicht mehr gereicht.Hey, Milch ist was für ganz Kleine;-) Mama hat gehört,dass man mit 4-6 Löffelchen Brei anfängt.Hat Mama dann auch gemacht, passte dem Kind aber garnicht. Nein, Emma wollte mehr, viel mehr. Hat sie aber nicht bekommen. Nach 2 Wochen sind wir jetzt bei einem Gläschen Karotte+Kartoffel angekommen und wer jetzt denkt, dass das Gläschen eine Flasche ersetzt, der kann mal Emma fragen, was sie dazu sagt;-)

So, jetzt feiert Emma erstmal Weihnachten mit uns, auch wenn sie davon nocht nicht  ganz so viel mitbekommt. Eines ist klar,nächstes Jahr gibts keine Gläschen mehr und Emma wird ihre Geschenke bestimmt selbst auspacken! Wir freuen uns auf jeden neuen Tag mit dem schönsten Mädchen der Welt und sind dankbar, dass diese kleine Dame es so verdammt gut mit uns meint.

Verfasst von: Dominik | November 10, 2009

Jetzt spricht Mama

Autsch!!! Emma wurde heute geimpft, das tat nicht nur ihr weh – sondern auch Mama und Oma. Aber: Emma hat sich tapfer geschlagen, wie ein echter Löwe halt so ist. Zwei Spritzen gab’s zu verkraften – eine links, eine rechts. Danach lautes Gebrüll. Richtiglautes Gebrüll. Und Tränen in Mamis Augen.

Der Kinderarzt hat uns – quais als Wiedergutmachung – netterweise einen wirklich sehr schönen rosa Plastikfisch für Emma mitgegeben, passend zu ihrem Body, meinte er. Der Fisch war so schön, dass wir ihn gleich verloren haben. Uppps!

Emma ist einfach klasse und es ist  super, so eine wunderbare Tochter zu haben. Emma, unsere kleine Löwin. Sie ist jetzt 15 Wochen alt, 6460 g schwer, 63,5 cm groß und seit einigen Tagen ein echter Spaßvogel. Sie lacht – seit sie ihre wunderschöne Stimme entdeckt hat. Geräusche inklusive. Hört sich komisch an, aber wir finden es super. Auch das Gefühl „Wut“ ist entdeckt worden. Und nein, das klingt nicht sooo super, eher wütend. Wut halt.

Auch die Babymassage ist mehr Wut als alles andere. Zwar findet sie Nacktsein super, aber nur rumliegen ist nicht. Viel zu langweilig. Dann doch lieber beim PEKiP (Prager-Eltern-Kind-Programm, alle Babys sind nackt und werden von einer lieben Pädagogin angeheizt irgendwelche Spielzeuge zu entdecken) seiner Verdauung freien Lauf  lassen. Alle lachen, alles stinkt und Mama muss putzen. Mama macht das nix. Hauptsache das Kind ist glücklich.

Witzig ist es auch, Mama bei ihren komischen Turnübungen zu zugucken, was sich auch Rückbildung nennt, schließlich liegt man da gemütlich auf einer Decke und schaut anderen bei der Arbeit zu. Zehn Mütter beim Versuch, Babypfunde loszuwerden. Und zehn Babys, die daran nicht ganz unschuldig sind!

Seit zwei Wochen gehe ich jetzt ins Fitnessstudio, ohne Emma. Irgendwie komisch, aber der Speck muss weg. Papa passt in der Zeit auf, macht aber auch Sport – er schiebt Emma durch die Gegend. Egal wann. Egal bei welchem Wetter, zwei Stunden durch Bochum: keine Seltenheit. Emma findet’s nämlich noch nicht so spitze mit Papa allein in der Wohnung zu sein. Ich glaube aber, dass sie ihn heimlich fit machen will. Fit für andere Zeiten. Zeiten, in denen Emma rennen wird.

Auf den Runden durch Bochum guckt sich Emma dann noch zwei Minuten die Bäume an und verabschiedet sich ins Reich der süßen Milchträume und lässt Papa schieben…

Verfasst von: Dominik | Oktober 22, 2009

Das Warten auf die Kita-Klinken

Unsere Tochter ist zwölf Wochen alt. Hab ich schonmal erwähnt, ich weiß. Für folgenden Beitrag ist es allerdings nicht ganz unerheblich, deshalb: Sie ist zwölf Wochen alt. Wenn von alt überhaupt die Rede sein kann. Zwölf Wochen  – und für einen Kita-Platz sind wir trotzdem viel zu spät. Zumindest in den meistenFällen. Es warten lange Wartelisten. Wenn überhaupt. Crazy, oder?

Während ich den lieben langen Tag in meinem Büro verbringe, kümmert sich das Herzblatt um die Baby-Orga. Erst gab’s ein Hallo vom Kinderbüro (Jugendamt?) – keine Sorge, das ist Standard bei kleinen Neu-Bochumern. Und vom Kinderbüro gab’s Nummern. Keine Sorge. Die Nummern gab’s für Mama und Papa. Nicht fürs Baby. Das wiederum wäre ein Unding. Ein Gedanke, den ich prima weiterspinnen könnte. Aber hey, ich verzichte.

Wie gesagt, die Nummern: Herzblatt hat sich mit Ordner und Telefon bewaffnet an die Arbeit gemacht. Klinkenputzen für einen Kita-Platz. Was sein muss, muss sein. Gesagt, getan.

Einige Telefonate später standen die ersten Besichtigungstermine fest. Ernüchterung inklusive. Auf den Wartelisten stehen oftmals mehr als 80 Namen. Crazy! Hinter vorgehaltener Hand haben uns einige Kita-Chefinnen verraten, dass Anmeldungen für Kita-Plätze in manchen Fällen schon beim positiven Schwangerschaftstest getätigt werden. Crazy²!

Alles in allem waren die Kitas recht putzig. Kleine Rotznasen in den U3-Gruppen haben uns wortlos und mit großen Augen verfolgt. In der einen Kita (unserer Favoriten-Kita) hat uns ein kleiner Junge darauf aufmerksam gemacht, dass die Tische nicht nur für die gemeinsamen Mahlzeiten herhalten müssen – sondern auch zum kneten. Ein unfassbar rühriger Moment.

Zum Abschied wurde uns bei den meisten Einrichtungen gewunken. Eine nette Geste der Knirpse. Nur leider sind U3-Plätze rar. Es geht um die Altersstruktur – und darum, was im Sommer innerhalb der Gruppe passiert. Wir müssen warten. Die Wartelisten sind schuld. Ob wir einen Platz kriegen, entscheidet sich im Frühjahr. Wir warten nicht nur auf Wartelisten, sondern auch aufs Jugendamt. Das entscheidet, welche Kita welche Kapazität hat. Kibiz macht’s möglich.

Fernab von städtischen Einrichtungen zur Kinderbetreuung hat uns ein befreundetes Paar mit zum Bochumer Geheimtipp genommen. Zuviel will ich nicht verraten, aber die Chefin ist Bombe. Sie hat ein Händchen für Kinder – und eine komplett medienfreie Wohnung. Und: Sie kocht für die Kinder. Jeden Tag. Frisch. Sensationell. Die Kinder fühlen sich wohl. Die Mamis, die wir vor Ort getroffen haben, sind begeistert. Wir auch!

Ein weiteres Plus: Ihre Saison läuft nicht wie bei Kitas üblich von August bis August. Trotzdem: Alles, was uns bleibt, ist das Warten. Wir warten. Und schauen weiter.

Verfasst von: Dominik | Oktober 21, 2009

Übrigens…

Ja, ich weiß. Ein Blog sollte nicht nur alle Jubeljahre aktualisiert werden. Ich schäme mich. Ehrlich. Nicht zuletzt, weil der Blog das Leben unserer Tochter begleiten und dokumentieren soll … Ja, ich weiß.  Jetzt gibt’s neues Futter. Übrigens: Mein Herzblatt meinte, ich solle mal schreiben, dass sie das Leben mit Emma auch super findet – womit wir schon zwei wären.

Übrigens…

… Emma ist jetzt schon drei Monate alt. Zwölf Wochen und drei Tage. Wie schnell die Zeit vergeht.

… habe ich keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist.

… wiederhole ich mich?! Sorry…

… haben wir selten so gerne so wenig geschlafen.

… reingelegt…

… Emma schläft durch. Für den Moment.

… toi, toi, toi, dass es auch so bleibt. Zumindest bis die Zähne kommen.

… sind ausgedehnte Spaziergänge mit Kind und Kegel unfassbar schön – aber auch verdammt anstrengend. Zumindest antrengender als ein einfacher Spaziergang zu zweit.

… glauben einem wahrscheinlich nur wenige, wie sich Ausflüge mit Kind verändern. Allein, an was die junge Familie denken muss, sprengt selbst Kombi-Kofferräume.

… gibt’s nix Schöneres als Papa zu sein und Urlaub zu haben.

… gibt’s nix Schlimmeres als ein hilfloser Papa zu sein, wenn die Kleine bitterlich weint.

… gibt’s wahrscheinlich nix Schöneres als einer Super-Mami bei der Arbeit zu zusehen.

… hoffe ich, trotz allem ein guter Papa zu sein.

… haben ein paar graue Haare tatsächlich ihre alte Farbe wieder angenommen.

… gibt’s jetzt wieder öfter frisches Futter. Nicht nur für Emma.

… Folgemilch ist gar nicht so lecker, wie man vermuten könnte.

… freue ich mich auf die Zeit, in der ich mit Emma und Herzdame Lasagne essen kann.

… gibt’s die auch kindgerecht verpackt und zubereitet.

… freuen wir uns auf jeden weiteren Tag, den wir mit unserer bezaubernden Tochter verbringen dürfen.

… geht Emma am Wochenende zum ersten Mal auf die Kirmes. In Werne ist Sim-Jü, da darf Emma nicht fehlen. Das ist Sim-Jü

… die Kirmes-Devise: Nur gucken, nicht anfassen. Für Karussels ist die Kleine vielleicht noch ein bisschen zu klein. Unwesentlich zumindest.

… kriegt meine Herzdame alles irgendwie besser unter einen Hut als ich.

… bin ich neidisch?!

… klingt Nüggel irgendwie cooler als Nucki!

Übrigens: das Wichtigste zum Schluss. Das ist Emma.

Verfasst von: Dominik | August 17, 2009

Hilflos am Telefon

Ich muss zugeben, dass ich seit der Geburt unserer Tochter ein wenig dünnhäutig geworden bin. Beschützerinstinkt? Ich weiß es nicht. Aus vielen Ratgebern und Zeitschriften, die bei Frauenärzten im Wartezimmer liegen, weiß ich: zuviel Fürsorge ist auch nicht immer gut. Aber wenn mein Kind kräht, kräht mein Kind. Und dann bin ich da. Auch nachts. Manchmal zumindest. Wenn das Fläschen im Kühlschrank steht, geh ich gerne zu „petra“ und mach sie heiß. Merke: kalte Milch schmeckt nur Menschen, die nicht mehr an der Flasche hängen. Lauwarm soll’s sein. So sei es.

Sonntag habe ich zum ersten Mal wieder gearbeitet. Ein komisches Gefühl. Drei Wochen lang war mein Lebensmittelpunkt der Mikrokosmos zwischen Wickeltisch und Stillkissen. Apropos Stillkissen: die Dinger sind super bequem. Auch für Nicht-Stiller. Egal. Ich also wieder im Büro. Kippchen aufm Zahn, Trainer am Telefon. Ein Sonntag halt. Wie immer. Zumindest bis zum Anruf meiner Herzdame.

„Der Bommel ist geplatzt.“ Ihre Stimme zittert – ich hab einen Klops im Hals. Auf Anhieb. Zur Erklärung: Unsere Emma ist mit zwei kleinen Bommeln an den kleinen Fingern zur Welt gekommen. Nix wildes. Der Arzt sagt: Wir binden’s ab. Mit Fäden, die sonst im OP zum Einsatz kommen. Blöderweise war einer der Bommel nicht richtig abgebunden. Die Folge: eine Blutblase in der Größe einer dunklen Weintraube. Und genau diese Blase ist geplatzt. Der erste Schock saß tief. Vor allem, weil ich nichts machen konnte. Gar nichts.

Frau und Kind sind rund 40km entfernt – und auf meinem Schreibtisch türmt sich die Arbeit. Gott sei Dank waren direkt Freunde zur Stelle und haben reagiert. Sie haben sich rührend um meine Frau und meine Tochter gekümmert! Danke. Euch beiden. Vom ganzen Trara um den geplatzten Bommel kriege ich nur die Hälfte mit. Zwei Krankenhäuser später: Entwarnung. Alles halb so wild. Ein bisschen Blut war’s, mehr nicht. Zum Glück. In Herne gab’s Hilfe, neue Fäden für die Bommel – und Box-Bandagen für unseren Lieblingszwerg. Ich nenne Emma seitdem „Million Dollar Baby“. Regina Halmich Frau Dr. SteelhEMMA hat sich als Vorschlag nicht durchgesetzt. Dem Veto meines Mädchens musste ich mich beugen.

Sie war fertig. Emma müde. Und der Papa? Gute Frage. Durch den Wind. Es war ein bisschen wie im Kreißsaal: ich konnte nichts machen – und trotzdem hat es sich angefühlt wie ein Marathon. Das Wichtigste ist, dass es meinen Mädels gut geht. Und das tut es. Trotzdem wäre ich gerne für beide da gewesen.

 Hilflos am Telefon, ein Gefühl, das niemand wirklich braucht.

Verfasst von: Dominik | August 11, 2009

Nicht der Papa

Hoffnung. Zerschlagene Hoffnung. Insgeheim habe ich gehofft, Emma’s erster Ausflug ins Land der schwedischen Regale würde ein Reinfall werden. Wurde er nicht. Statt plärrend den sofortigen Ausmarsch zu fordern, hat sie die große blau-gelbe Runde still schweigend verschlafen.

In den ersten beiden Wochen haben meine Aallerliebste (!) und ich versucht herauszufinden, welche Eigenschaft unserer Tochter wohl jetzt schon zu zuordnen ist. IDie Erkenntnis: unsere Tochter ist nicht der Papa. Zumindest nur wenig. Beim nächtlichen Sägen vielleicht. Ansonsten ist Emma ein Mädchen. Durch und durch. Shopping-Tour mit Mama: super. Mama und Papa beim Eis essen zusehen: semi-super, lieber Krawall machen und Fütterung fordern. Ikea: super.

Papa’s Fazit: ich hab Angst. Die Angst teile ich übrigens mit meinem Schwager. Wenn unsere Töchter alt genug sind, drohen ausgedehnte Shopping-Touren. Mit den Mama’s. Rette sich wer kann. Und wir frieren unsere Konten vorsorglich ein. Sicher ist sicher.

Obwohl: den Töchtern und Frauen eine Freude machen, ist unbezahlbar. Hoffe ich…

Verfasst von: Dominik | August 6, 2009

Tage des Donners

Wir haben die ersten zehn Tage hinter uns – und sind um einige Erkenntnisse reicher. Erstens: wir brauchen keinen Wecker mehr. Wir funktionieren jetzt nach Gefühl. Bauchgefühl. Also dem unserer Tochter. Wenn sich das Bäuchlein meldet, ist Alarm. Handeln ist Trumpf. Egal zu welcher Uhrzeit. Als Lohn gibt’s ein Grinsen und ein Bäuerchen – wobei sich das Aufstoßen von Emma mitunter mit einem ausgewachsenen Bauern messen kann. Und zwar locker. Ein so kleines Mädchen. Ein sooo großes Organ.

Zweitens: Wie schnell die Zeit vergeht. Die Entbindung liegt gefühlt zwei Tage hinter uns – die Zeit rennt. Unfassbar. Gefühlt gab’s gestern noch Leckereien aus der Krankenhaus-Cafeteria. Gefühlt. Gott sei Dank. Denn so gut das Krankenhaus auch war – das Essen war fürchterlich.

Drittens: Wenn’s jetzt donnert, ist nicht zwingend ein Gewitter im Anmarsch. Wenn’s rumpelt, ist es meistens unserer Tochter – ein Blick in die Windel gibt Aufschluss. Jep, der Donner war hausgemacht.

Zwischen Windeln, Stilleinlagen und der Konstante Raubtierfütterung sind wir um Alltag bemüht. Was schwer ist. Weil irgendwie bleibt für nichts wirklich Zeit. Und trotzdem ist es die schönste überhaupt.  Auch wenn wir am Ende des Tages nicht mehr wissen, wo die Zeit geblieben ist.

Moment. Wo war ich…???

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