Wenn ich nicht der faulste Blogger unter der Sonne wäre, würdet Ihr wahrscheinlich deutlich besser über Emma’s Entwicklung informiert sein. Zuletzt habe ich Emmas Mama zum schreiben genötigt. Ich weiß, ich weiß. Aber sie hat’s doch gern gemacht. Auf jeden Fall ist es Zeit, ein umfassendes Update aus dem Leben unserer Tochter zu publizieren. Blöd nur, wenn man gar nicht weiß, wo man eigentlich anfangen soll.
Das Leben mit Kind erinnert mich unweigerlich an ein Zitat aus dem Film “Ferris macht blau”: “Das Leben geht ziemlich schnell vorbei. Wenn man nicht ab und zu anhält und sich umsieht, könnte man es verpassen!“
Wir schreiben den 27. Januar. Emma hat Geburtstag. Zumindest so halb. Seit genau einem halben Jahr ist sie bei uns. Und glaubt uns, die Zeit fliegt. Hab ich das schonmal erwähnt? Ich glaube, ich kann’s gar nicht oft genug sagen. Ich weiß, dass das schrecklich unkreativ und unspektakulär ist. Aber hey: so ist es nun mal.
Emma hat ihr erstes Weihnachten, ihr erstes Silvester und ihren ersten Urlaub hinter sich. Sie fand alles super. Action geht immer. Und wenn neben Action noch bunte Lichter und knisterndes Geschenkpapier mit von der Partie sind – willkommen in Emmas Welt. Besser geht’s quasi nicht. Und weil’S in Emmas Welt immer rosarot ist, hat sie auch ihren ersten gesundheitlichen Rückschlag gut verkraftet. Zweimal brechen, dreimal Dünnschiss Flitzekacke – der Magen-Darm-Infekt war schneller weg als er da war. Zumindest bei ihr.
Nach der Rückkehr aus Holland gab’s nämlich den Klassiker: den Domino-Effekt. Erst hat Emmas Mama gelitten – und mit einer Woche Zeitverzögerung hat’s mich auch niedergestreckt. Pünktlich zu meinem Geburtstag. Happy Birthday. Für mehr klebrige Details: schickt mir Post. Ich antworte gerne ausführlich. Weil Emma aber nicht nur ihren Eltern gegenüber in Gönnerlaune war, hat sie auch gleich ihren Freundeskreis eingeweiht. Munteres K(otzen) und K(acken) inklusive. Danke, Emma. Wir lieben dich trotzdem. Ehrlich!!!
Aber nicht nur rund um Emma hat sich was getan. Emma wächst, wächst, wächst – und macht Sachen, für die wir eigentlich noch gar nicht bereit sind. Immerhin: Jungs sind noch kein Thema. Aber selbst wenn: Im Hagebaumarkt gibt’s günstig Stacheldraht. Die Planungen für den Sicherheitszaun laufen. Ich schweife ab. Sorry. Kleiner Nachtrag: Ihren ersten Urlaub fand Emma super. Holland mit Sonne, Schnee und Strand. Alles natürlich gut verpackt. So kurz nach Weihnachten…
Zurück zu den Fortschritten. Aktuell im Action-Repertoire unserer Tochter: drehen und rückwärts robben. Garniert werden die Drehungen und Krabbelversuche mit quietschendem Lachen. Oder leisen Seufzern/Meckereien. Für Emmas Mama und mich bedeutet das: spätens jetzt MÜSSEN wir die Wohnung komplett mit Kindersicherungen versehen. Schranktüren müssen verriegelt, Regale verschraubt und Steckdosen abgedeckt werden. Am besten gestern.
Seit zwei Wochen sind wir aktive Babyschwimmer. Zusammen mit gefühlten 20 000 anderen Eltern teilen wir uns ein Lehrschwimmbecken in einer Bochumer Grundschule. Vor der ersten Schwimm-Session hatten wir ein wenig Sorge, dass Emma die überdimensionierte Badewanne (37 Grad) blöd finden könnte. Warum machen wir uns eigentlich Gedanken, dass irgendwas, was Action beinhaltet, blöd sein könnte? Eben. Haben wir uns im Nachhinein auch gefragt. Emma findet’s super. Unter uns: wir auch. Und anstrengend.
Emma surft auf kleinen Schwimmbrettern und chillt auf großen Wassermatten. Grinsend versteht sich. Nur getaucht ist sie noch nicht. Warum? Papa ist eine Schissbuxe. Dafür kann er jetzt den Uhrensong. Und der wiederum ist mit Action verknüpft – entsprechend fällt Emmas Fazit aus. Positiver Nebeneffekt der Schwimm-Action: Emma ist danach komplett geplättet. Und schläft. Und schläft. Und schläft. Herrlich. Wie entspannt Sonntage auf einmal sind.
Und weil Emma, die mittlerweile eine stattliche Kurzhaarfrisur trägt, immer erwachsener wird, ist auch die erste Abnabelung nicht mehr all zu weit entfernt. Stichwort: Tagesmutter. Ende Februar beginnt die Eingewöhnungsphase. Irgendwann muss Emmas Mama ja auch mal wieder zur Uni. Das Urlaubssemester ist vorbei – und ihre Angst vor dem nächsten Schritt riesig. Aber ich weiß: wenn’s jemand schafft Uni und Super-Mama-Dasein zu verknüpfen, dann sie!!! Es wird für uns alle eine neue, vielleicht nicht immer einfache Erfahrung. Aber wenigstens hat sie mit Jungs noch nichts am Hut…


